
22. Januar bis 25. April 2027 in Münster
Genie trifft Wahnsinn
Hier ist der Name Programm: diese Show vereint Typen und echte Charaktere, Akteure mit Charisma, mit Ecken und Kanten und einer gehörigen Portion Herzblut. „Type“ ist eine Liebeserklärung an das Anderssein und an all die liebenswerten Nerds, die ihr Leben der Akrobatik, der Jonglage, der Musik und der Magie der Live-Performance verschrieben haben und die gerade durch ihre Eigenheiten unvergesslich sind. Hier zeigen sich gelebte Vielfalt und authentische Bühnenkunst, das Unangepasste wird gefeiert, das Schräge, das Überraschende, eben das, was uns als Menschen ausmacht und einzigartig sein lässt. Genie trifft auf Wahnsinn, Grenzgänger stehen im Rampenlicht und ziehen uns mit ihrem Können in ihren Bann. Sie sind einzig und nicht immer artig, sie sind nicht glattgebügelt, sondern haben Profil und sind Unikate.
Regie: Karl-Heinz Helmschrot
Choreographie: Dima Lavrynenko
Bühnenbild: Sebastian Drozdz
Produktionsleitung: Simone Schnell
Spieldauer: ca. 2 Stunden inkl. Pause
Eine Produktion von GOP showconcept - Änderungen vorbehalten.
Drew Colby
Hand Shadow Art
Mit der uralten Kunst der Handschatten, auch Shadowgraphy genannt, erschafft dieser Ausnahmekünstler mit seinen Händen eine Welt zwischen Realität und Fantasie und formt diese zu einem Spiel aus Komik, Schönheit und Wunder. Was Drew Colby allein mit Licht, Schatten und der Präzision seiner Hände kreiert, wenn es dunkel wird und sich auf der Leinwand eine Silhouette formt, gleicht einer unfassbaren Transformation: Aus Händen werden Vogel, Hase, fließender Fluss oder menschliches Gesicht. Das Publikum lacht, staunt und fragt sich zugleich: Wie ist das möglich?
Der internationale Handschattenkünstler aus Großbritannien ist bereits in unzähligen Ländern auf sechs Kontinenten aufgetreten. Bekannt für seine Geschwindigkeit, sein erzählerisches Talent und seinen eigenwilligen Humor, verbindet er Tradition mit moderner Bühnenmagie. Ein Künstler, der ohne Requisiten ganze Geschichten erzählt – nur mit seinen Händen und mit einer Kunst, die älter ist als jede Sprache.
Duo Ice
Adagio-Akrobatik
Die wundervolle Symbiose, die man erleben darf, wenn man Jenny Kastein und Daniil Biriukov bei ihrer Kunst zusieht, ist mit einem besonders wichtigen Stern, dem 'Étoile de bronze', beim Festival International du Cirque d'Auvergne-Rhone-Alpes Isère in Grenoble ausgezeichnet.
Als Tochter des Flic-Flac-Gründerehepaars, ist Jenny Kastein ein 'waschechtes Zirkuskind'. Gemeinsam mit ihrem Partner Daniil Biriukov aus der Ukraine strahlt das Artistenpaar Duo Ice im Scheinwerferlicht mit atemberaubenden, beeindruckenden Körperbildern. Die faszinierend graziösen und beeindruckend anmutigen Hebungen, die mit wunderschönem Tanz verschmelzen, sind geprägt von Kraft und Dynamik, Balance und purer Leidenschaft.
Yamato Goto
Yo Yo
Spielerischer Charme trifft brillante Technik:
Yamato begeistert schon seit 2019 mit einer außergewöhnlichen Mischung aus Yo-Yo-Kunst und Handstandakrobatik auf dem Stuhl. Der japanische Künstler, ausgebildet an einer Zirkusschule in seiner Heimat und geprägt von seinem Mentor Naoto, verbindet technisches Können mit einer erstaunlichen Leichtigkeit.
Yo-Yo-Kunst hat in Japan eine lange und hochentwickelte Tradition. Dort entstehen einige der besten Talente weltweit, geprägt von Kreativität und einem fast spielerischen Perfektionsanspruch. Yamato ist Teil genau dieser Szene, ein junger Vertreter einer Kunstform, die in Japan weit mehr ist als ein Spiel: eine echte Performance-Kultur. Die Mischung aus Können und Verspieltheit zeigt er auf der Bühne in seinem eigenen, unverwechselbaren Stil.
Sein Hobby: Yamato Goto ist ein leidenschaftlicher Taucher. Unser Glück, dass er nicht ständig in die Unterwasserwelt abtaucht, sondern sein Yo-Yo-Können als seine größte Leidenschaft auf den Bühnen der Varieté- und Zirkuswelt präsentiert.
Und sein Traum? So lange wie möglich auf der Bühne zu stehen. Das finden auch wir traumhaft!
Thomas Staath
Chinese Pole, Power Tire Juggling
Großes Gefallen an Zirkuskünsten fand Thomas Staath schon als Junge. Die alle Zeiten überdauernde Figur des „stärksten Mannes der Welt“ hat es dem Elsässer besonders angetan. Rein optisch könnte er ohnehin als vierschrötiger Wikinger durchgehen. Nach seinen Erfahrungen in Kulturprojekten als Kind und Jugendlicher, besuchte er die Zirkusschule Lomme-Lille und beglückt seitdem sein Publikum in diversen Show-Produktionen. Als Pole-Akrobat und Muskelprotz in der Variante „Naturbursche“ wickelt er auch das GOP-Publikum um den Finger. Dass er mit Reifen jongliert, als wären es Flummis, verdankt er einer ärztlichen Empfehlung: Als er durch sein massives Krafttraining Rückenschmerzen bekam, riet man ihm doch lieber Gummireifen zu nehmen. Er begann damit, sie zu jonglieren. Die Schmerzen waren futsch - das Publikum begeistert.
Joana Lokaichuk
Equibrilistik
Auf der rotierenden Plattform erzeugt diese junge Handstandkünstlerin unverwechselbare Bilder scheinbarer Schwerelosigkeit: schnelle Drehungen, fließende Übergänge und extreme Körperkontrolle verschmelzen zu einem visuellen Strudel aus Kraft und Eleganz. Mit ihrer Arbeit als Equilibristin wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem beim „Circuba“-Festival in Kuba (Silbermedaille 2022) und beim „Festival Mondial du Cirque de Demain“ in Paris (Special Award 2026) preisgekrönt. Damit zählt sie schon jetzt zu den herausragenden Handstandartistinnen ihrer Generation.
Joana Lokaichuk steht für eine neue Generation der Handstandartistik, poetisch, kraftvoll und von elektrisierender Energie, geprägt von technischer Disziplin und außergewöhnlicher Ausdrucksstärke.
Mit ihrer Darbietung wird Joana immer wieder selbst zur Sensation. Eine Künstlerin, die den Moment nicht nur beherrscht, sondern ihn explodieren lässt.
Leo Garbo
Hula Hoop
Er ist kein Künstler, der den Hula-Hoop nur bewegt: Fließend, wandelbar und voller Spannung zwischen Kontrolle und Kontrollverlust zeigt er eine Performance, die auch seinen Charakter mit Kanten unterstreicht. Als Grenzgänger zwischen Tanz, Illusion und physischer Abstraktion erschafft er mit seinen Hula-Hoops Räume, verschiebt Wahrnehmung und hinterlässt nicht selten ein Publikum, das nicht sicher ist, was es gerade gesehen hat - aber auch gerade deshalb nicht wegsehen kann.
Nichts daran ist gewöhnlich – und genau darin liegt die unbeschreibliche Schönheit dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit und seiner einzigartigen Darbietung auf unseren Bühnen.
The Shesters
Bell Ringing
Mit Herz, Risiko und Zirkusleidenschaft: „Wenn der Zirkus unser Leben ist und unser Leben im Zirkus liegt, warum sollten wir nicht unser Leben für den Zirkus riskieren?“ Dieser Gedanke beschreibt die Haltung von Rubén und Manoela wohl am treffendsten, wenn es darum geht, auf der Bühne alles zu geben. Als The Shesters gehören sie zu jener Sorte Mensch, die sich mit Herzblut, Hingabe und einer gehörigen Portion Verrücktheit ihrer Kunst verschrieben haben.
Das international ausgezeichnete Duo begeistert seit Jahren auf Bühnen und in Manegen weit über die Grenzen seiner Heimatländer hinaus. Doch Auszeichnungen sind nur die halbe Wahrheit. Was The Shesters wirklich ausmacht, ist ihre Leidenschaft, Grenzen auszuloten, ihr unverwechselbarer Charme und die Freude daran, das Publikum immer wieder zu überraschen.
In „TYPE“ treffen sie garantiert den richtigen Ton: Mit der Kunst des Bell Ringings verwandeln sie Glocken in ein virtuoses Instrument und zeigen, dass Rhythmus, Präzision und Spielfreude manchmal nur einen einzigen Klang voneinander entfernt sind. Eigenwillig, mitreißend und absolut unverwechselbar – eben echte Typen.
Olga Boiko
Luftring
Wenn diese Artistin die Bühne betritt, elektrisiert sie ihr Publikum mit einer überwältigenden Ausstrahlung. Olga Boiko verleiht dem Luftring eine neue Dimension aus Eleganz, Kraft und poetischer Leichtigkeit und verwandelt Höhe in einen Raum der Poesie. Mit ihrer visuell unverkennbaren Handschrift und einer Bühnenpräsenz, die ihre Zuschauer unmittelbar in ihren Bann zieht, begeistert sie Abend für Abend auf den GOP Bühnen und feiert auch international große Erfolge.
Jeder Übergang, jede Rotation und jede scheinbar mühelose Figur in der Luft, wirkt wie Teil einer fließenden Bewegungssprache, die zwischen Spannung und Anmut oszilliert. Ihre Darbietung ist weit mehr als akrobatische Höchstleistung – sie ist eine choreografierte Erzählung, getragen von Musik, Emotion und einer eindrucksvollen inneren Ruhe doch zeitglich von starker Dynamik durchströmt.
Ori Quesada
Rola Bola
Ori ist ein Grenzgänger der Präzision, aufgewachsen in der Tradition chinesischer Akrobatik, geprägt von jahrzehntelanger Bühnenpraxis und einer tief verankerten physischen Intelligenz.
Die erlernte Technik und der Wille entwickelte sich bereits seit seinem siebten Lebensjahr. Ori Quesada wurde an der legendären Schule für Zirkuskunst in San Francisco unter Master Lu Yi und Xia Ke Min ausgebildet. Er gehört damit zu jener seltenen Generation von Artisten, die Körperbeherrschung nicht nur erlernt haben, sondern absolut verkörpern.
Seine Disziplin ist die Rola-Bola, weit mehr als ein Balanceakt auf einem wackeligen Requisit. Es ist ein ständiges Spiel mit der Schwerkraft, ein kontrolliertes Risiko auf einem sich bewegenden Fundament, das keinen Fehler verzeiht. Hier wird Waghalsigkeit zur Kunstform.
In der Welt von TYPE ist er genau das seltene Wesen, das Gefahr nicht versteckt, sondern sichtbar macht: roh, ehrlich und ohne jede Absicherung. Ein Unikat, das auf der Kante zwischen Kontrolle und Sturz tanzt – Mitfiebern ist hier ausdrücklich erlaubt!
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